Zentralmassiv (Sommer 2002)

Die Karte

1. Tag:

Nieheim – Annecy

Zentralfrankreich, ein Reiseziel, das besonders gut für eine Wohnmobilreise geeignet ist, weil eine feste Unterkunft einfach nicht die Möglichkeit bietet, die recht weit auseinanderliegenden Sehenswürdigkeiten zu erreichen, zumal auch das Fortkommen auf den kurvenreichen und gebirgigen Strassen nicht einfach ist. Jetzt hatte ich endlich die richtige Gelegenheit.

Übernachtung auf einem Campingplatz in Annecy

2. Tag:

Annecy - Bourg D'Oisans

Radfahren: Col de la Madleine, Col du Glandon

Da das Wetter in der Auvergne zunächst sehr heiß sein sollte, machten wir einfach einen kleinen Umweg über die französischen Alpen, wo ich die Gelegenheit wahrnahm, einige berühmte Tour de France-Alpenstrassen selbst mit dem Fahrrad zu bezwingen. Der erste Paß, der Col de la Madleine, machte aber weniger Schwierigkeiten wegen des Anstiegs, vielmehr mußte ich feststellen, kaum dass ich auf das Rad gestiegen war, dass das Weiterkommen jedenfalls für das Wohnmobil unmöglich war. Ein ansehnlicher Felsen blockierte die Strasse. MIt einigen anderen Autofahrern gelang es uns, den Felsen zumindest ein wenig beiseite zu rücken, so dass sich ausreichend Platz ergab.

Übernachtung auf einem Campingplatz in Bourg D'Oisans, am Beginn der Strasse zum mythischen Alpe d'Huez

3. Tag:

Bourg D'Oisans - Vichy

Radfahren: Alpe d'Huez

Besichtigung: Chatel-Montagne

Die klassische Alpenetappe der Tour de France besteht ja in der Überquerung von Madleine, Glandon und Schlussanstieg nach Alpe d'Huez, aber das war mir am Vortag doch eindeutig zuviel. So bewältigte ich diesen Anstieg an diesem neuen Tag mit frischen Kräften.

Übernachtung auf einem Campingplatz in Vichy

4.Tag:

Vichy - Lac Chambon

Radfahren: Puy de Dome

Wanderung: Lac d'Aydat, Lac de Chambon

Und noch eine Möglichkeit , eine klassische Strecke der Tour de France zu fahren: Der Anstieg zum markanten Vulkankegel des Puy de Dome, besonders bekannt wegen des legendären Ellenbogenduells zwischen Jaques Anquetil und Raymond Poulidor. Eigentlich ist die Strecke für Radfahrer verboten, was wegen der Enge und des regen Ausflugsverkehrs mit Reisebussen verständlich ist. Wir waren aber an einem Werktag ausserhalb der eigentlichen Reisesaison und am frühen Morgen an Ort und Stelle, so dass ein kleines Verbot doch wohl ignoriert werden konnte. Also stieg ich erst aus, nachdem wir vom Häuschen am Schlagbaum nicht mehr zu sehen waren.

Übernachtung erneut auf einem Campingplatz, diesmal am Lac Chambon. Jetzt, da ich dies schreibe, fällt mir auf, dass wir in der Anfangszeit viel häufiger Campingplätze angesteuert haben.

5.Tag:

Lac Chambon - Murat

Wanderung: Lac Pavin

Besichtigung: Besse

Die Rundstrecke um den Lac Pavin, die wir inzwischen schon das dritte Mal gegangen sind, ist einfach Klasse. Der See füllt einen fast kreisrunden Vulkankrater aus und seine Abhänge sind schön grün bewaldet. Deswegen ist der Weg auch wunderbar schattig und bietet ständig schöne Ausblicke auf die Landschaft.

Übernachtung schon wieder auf einem Campingplatz, allerdings einem besonderen, und zwar auch deswegen, weil es eigentlich nur einen Wiese mit sanitären Anlagen war. Man mußte sich seinen Platz selbst suchen und wir standen schön lauschig an einem plätschernden Bach. Gegen Abend wurde kassiert, allerdings eine recht bescheidene Summe. So fühlt sich der Wohnmobilfahrer wohl!

6.Tag:

Murat - Aurillac

Besichtigung: Salers

Wanderung: Puy Mary

Salers ist die Heimat eines dieser unvergleichlichen Käse der Auvergne, die mindestens ebenso hochexplosive Duftgase auströmen wie diejenigen aus Asterix auf Korsika.

Übernachtung auf dem Wohnmobilstellplatz in Aurillac, mit Wohnwagen oder Wohnmobil in die Auvergne,1. Auflage, S. 95

7.Tag:

Aurillac - Lac de Feyt

Besichtigung: Gouffre de Padirac

Erneut ein Tag, der das Wohnmobilfahren als eine wirklich lohnende Sache erscheinen lässt. Zunächst Besuch der hochinteressanten Höhle von Padirac mit unterirdischer Flußfahrt. Dann landeten wir aufgrund eher unentschlossenen Weiterfahrens auf dem Campingplatz am Lac de Feyt, dessen Seeufer wir am Abend und zum Abendessen ganz allein hatten.

Übernachtung: Camping Lac de Feyt

8.Tag:

Lac de Feyt - Besse

Besichtigung: Bort Les Orgues

Übernachtung auf dem Campinglatz in Besse

9.Tag:

Besse

Wanderung: Puy de Sancy, Lac Pavin

Radfahren: Gorges de Courgoule

10.Tag:

Besse - Valreas

Besichtigung: Le Puy

Die sehr intersssante Stadt Le Puy stand natürlich auch auf unserem Programm und da die Provence nicht mehr weit war, konnten wir uns eines Abstechers dorthin nicht enthalten. Was ist daran bloß so anziehend? Für mich war es damals auch eine weitere berühmte Radstrecke: Der berüchtigte Mont Ventoux.

Übernachtung auf dem Campingplatz bei Valreas

11.Tag:

Valreas - Apt

Besichtigung: Fontaine de Vaucluse, Roussillon

Radfahren: wie oben angekündigt: Mont Ventoux. Das Wetter war wunderbar(sehr wichtig, an diesem oft zu unwirtlichem Berg), also konnte es losgehen. Wie ich zugeben muss, habe ich es mir leichter gemacht als es dei Tourfahrer regelmässig haben. Die rollen 200 Km an und fahren dann in brütender Hitze die Südwestseite hinauf. Ich hatte kein Bedürfnis, mich derart einzurollen und wählte bei noch angenehmen Temperaturen die Nordseite, die auch weniger steil ist. Vielleicht bin ich ja der erste Bezwinger der Ventoux mit dem Fahrrad, der oben geduscht hat.

Übernachtung auf einem Campingplatz in Apt

12.Tag:

Apt - Chambery

Besichtigung: Sisteron, Aix-Les-Bains

Übernachtung auf einem Campingplatz in Chambery

13.Tag:

Chambery - Guebwiller

Wanderung: Grand Ballon

Übernachtung auf einem Campingplatz in Guebwiller

14.Tag:

Guebwiller - Selestat

Besichtigung: Rouffach, Colmar, Kaysersberg, Riquewihr, Ribeauville'

Übernachtung auf einem Campingplatz in Selestat

15.Tag:

Selestat - Nieheim

Besichtigung: Strasbourg