Spanien/Portugal (Frühjahr 2008)

Die Karte(An- und Rückreise durch Frankreich)

Die Karte(in Spanien und Portugal)

Die bisher längste Reise mit ca. 6400 KM. Angesichts der recht guten Straßen und des moderaten Verkehrs kamen wir trotz des Versuchs der Vermeidung von Mautstraßen gut voran. Tatsächlich hatten wir in knapp drei Wochen nur einen Stau und den 200 KM vor der Heimat bei Frankfurt..

Den im Prinzip empfehlenswerten Vorschläge der Reiseführer "Mit dem Wohnmobil nach..." hinsichtlich der Strecke durch Frankreich wollten wir aus verschiedenen Gründen nicht folgen und organisierten eine eigene Route. Sie führte hinter Belgien über Valencienne(erst einmal mit reichlich französischen Lebensmitteln eindecken) über die Mautautobahn an Paris vorbei(es war Sonntag, also hielt sich der Verkehr in Grenzen) nach Chartres. Von dort gebührenfrei nach Tour, dann nochmals mit Peage nach Poitier und weiter ohne Entgelt über Angouleme nach Bordeaux.

1. Tag:

Nieheim – Suvilly

Nach Verpflegungsaufnahme in Valencienne Spontanübernachtung in Suvilly, ca. 80 KM vor Paris(siehe Foto)

2. Tag:

Suvilly - Belin-Beliez

Besichtigung: Chartres, Poitiers

Übernachtung in Belin-Beliet, Ü9 in "Mit dem Wohnmobil nach Nord-Spanien"

3.Tag:

Belin-Beliez - Burgos

Besichtigung: Burgos

Der geplante Zwischenstop in Biarritz fiel wegen kräftiger Schauer aus. Auch in der Region Vitoria kamen wir aus demselben Grund nicht dazu, uns die Beine zu vertreten. Das war dann aber auch der letzte Regen bis zum Ende der Reise. Die ausgefallenen Pausen bewirkten, dass wir noch ausreichend Zeit hatten, vom Campingplatz in Burgos in die Stadt zu marschieren(wir bewegten uns dabei sogar auf dem Jakobsweg) und diese zu besichtigen.

Übernachtung auf Campingplatz in Burgos

4.Tag:

Burgos - Salamanca

Besichtigung: Salamanca

Über die Meseta(das kastilische Hochland) von Burgos nach Salamanca.

Übernachtung auf einem Campingplatz bei Salamanca.

5.Tag:

Salamanca - Santa Comba

Besichtigung: Ciudad Rodrigo, Guarda, Viseu

Kaum hatten wir Spanien betreten, verließen wir es auch schon wieder! Die morgendlichen ca. 6 Grad in Salamanca wurden zu stattlichen 25 Grad in Portugal.

Das Buch "Mit dem Wohnmobil nach Portugal" empfiehlt den Besuch von Guarda, ein Rat, den ich nicht als vorteilhaft empfand. Aber jeder hat halt seinen eigenen Geschmack. Die einzige Attraktion Guardas ist der Umstand, dass es sich um die höchstgelegene Stadt Europas handeln soll. Dies trifft aber nicht einmal zu. Ich als Besserwessi habe die Information, dass Livigno in Italien, Davos in der Schweiz und Briancon in Frankreich höher liegen sollen. Guarda wird mit 1060 Metern angegegeben. Da liegt ja sogar die kastilische Stadt Avila mit 1126 Metern höher !

Ganz nett ist dagegen Viseu, das wir danach ansteuerten.

Übernachtung in einem Wohngebiet in Santa Comba(siehe Foto).

6.Tag:

Santa Comba - Nazare

Besichtigung: Park von Bussaco, Coimbra, Batalha, Nazare

Ein Tag voller Abwechselung! Er endete damit, dass wir glaubten, mit Waffengewalt ausgeraubt zu werden. Aber der Reihe nach!

Zuerst der sehr schöne Wald von Bussaco. Coimbra ist eher hübsch häßich. Batalha lohnend. Nazare liegt auf einem atembraubenden Küstenvorsprung mit grandiosem Wohnmobilparkplatz(sieh Foto). Man fährt durch den Ort in Richtung Küste, dann sofort auf der linken Seite. Eigentlich nicht zu verfehlen. Auch durchaus übernachtungsgeeignet, nur nicht in der Nacht von 24.4. auf den 25.4. !!!

Wir hatten das Glück;, dass ein erheblicher Wellengang herschte, der bei einem Spaziergang zum Leuchtturm wunderbar zu beobachten war(einschließlich Bad in der Gischt, wenn man sich noch die Treppe an der Landspitze herunterwagt).

Die Nacht war eigentlich sehr ruhig. Zumindest die ersten zwei Stunden. Dann wurde allerdings die Revolution ausgerufen und wir zum Ziel eines Artillerieüberfalls gemacht. Jedenfalls kam es uns so vor, da wir durch lautes Knallen unmittelbar hinter dem Wohnmobil geweckt wurden. Rauchschwaden zogen vorbei und dann wurde sichtbar, dass zu Ehren des beginnenden Revolutionsfeiertages auf dem Parkplatz ein Feuerwerk entzündet worden war. Die Vorbereitung hatten wir im Tiefschlaf gar nicht bemerkt. Mit entsprechend reichlich Adrenalin in den Adern war auch nach Abzug der feindlichen Truppen kaum noch an erholsamen Schlaf zu denken.

Übernachtung wie bereits beschrieben.

7.Tag:

Nazare - Lissabon

Besichtigung: Lagoa de Obidos, Obidos, Sintra

Übernachtung auf Campingplatz in Lissabon (Mit dem Wohnmobil nach Portugal, S. 150). Ein riesiger Platz mit allen Möglichkeiten, einschließlich Hundehotel. Ich habe längere Zeit nach der Brauchwasserentsorgung gesucht, bis ich endlich realisierte, dass jeder Stellplatz einen eigenen Abfluß hat!!

8.Tag:

Lissabon

Besichtigung: Lissabon

Der Tag begann mit der unangenehmen Erkenntnis, dass Hunde im Bus zum Zentrum nicht mitgenommen werden. Wir sind eigentlich auch ganz gut zu Fuß, so dass grundsätzlich auch ein Marsch in Betracht kam, dessen Länge (eine Strecke) ich auf 6 bis 7 KM schätze. Leider sollte es recht warm werden, was unsere Dalmatinerhündin nicht so gut verträgt. Aber im Hundehotel abgegen kam nach heftigem Widerspruch des Vierbeiners auch nicht in Betracht. Also doch zu Fuß. Zum Glück war ein großer Teil der Strecke schattig. So kam es in Anlehnung an eine Formulierung eines deutschen Ministerpräsidenten zur brutalstmöglichen Lissabonbesichtigung.

9.Tag:

Lissabon - Carrapateira

Besichtigung: Alcacer do Sal, Odeceixe, Aljezur, Arrifana

Fahrt durch das weiträumig mit Korkeichen bestandene Alentejo zur Algarve. Bemerkenswert war die Ortsdurchfahrt in Odemira, die wegen eines Festes gesperrt war, so dass man sich durch enge Seitenstrassen quetschen mußte. Die linke Positionsleuchte trägt heute noch den blauen Farbabrieb eines vorwitzig in den Straßenkörper ragenden Hauses.

Übernachtung bei Carrapateira, Mit dem Wohnmobil nach Portugal, S. 195, Praia do Amado. (siehe Foto)

10. Tag:

Carrapateira - Silves

Besichtigung: Küstenabschnitt zwischen Luz und Burgau, Lagos, Ponta da Piedade, Silves

Übernachtung in Silves, Mit dem Wohnmobil nach Portugal, S. 205 (siehe Foto)

11. Tag:

Silves - Beja

Besichtigung: Küstenabschnitt bei Armacao, Praia da Falesia, Alte

Übernachtung in Beja, nicht weit von dem in Mit dem Wohnmobil nach Portugal, S. 181 angegebenen Platz, der zu laut war, da er sich in Nähe einer Hauptstraße befand.

12. Tag:

Beja - Merida

Besichtigung: Beja, Evora, Merida

Übernachtung auf Campingplatz in Merida.

13. Tag:

Merida - Lagartera

Besichtigung: Caceres

Wanderung: Parque Monfrague

Übernachtung in Lagartera(an der Autobahn zwischen Plasencia und Madrid (siehe Foto)). Da wir uns nun wieder in einem Gebiet ohne Wohnmobilreiseführer befanden, mußten wir unsere Stellplätze wieder selbst suchen. So stießen wir zufällig auf einen offiziell ausgewiesenen Wohnmobilparkplatz, was in Kastilien eher die Ausnahme sein dürfte.

14. Tag:

Lagartera - Toledo

Besichtigung: Toledo

Übernachtung auf Campingplatz in Toledo.

15. Tag:

Toledo - Sepulveda

Besichtigung: Avila, Segovia

Übernachtung auf freiem Stellplatz in Sepulveda

16. Tag:

Sepulveda - Eunate

Wanderung: Rund um Sepulveda

Besichtigung: Haro, Puente de la Reina, Embalse de Alloz

Übernachtung in Eunate, Mit dem Wohnmobil nach Nord-Spanien, S. 51

17. Tag:

Eunate - Pau

Wanderung: Foz de Lumbier, zur Passhöhe des Puerto de Somport

Besichtigung: Erosionslandschaft am Yesa-Stausee

Übernachtung auf Campingplatz in Pau.

18. Tag:

Pau - Aurillac

Besichtigung: Auch, Cahors, Figeac

Übernachtung auf für Wohnmobile ausgewiesenem Parkplatz in Aurillac. Trotz Nähe einer Hauptstraße erstaunlich wenig Lärm.

19. Tag:

Aurillac - Soulx

Besichtigung: Digoin

Wanderung: zwischen Aurillac und Murat

Übernachtung auf für Wohnmobile ausgewiesenem Parkplatz in Saulx. Wir wollten eigentlich noch einige Kilometer fahren, als wir überraschend auf diesen angenehmen Platz stießen.

20. Tag:

Soulx - Nieheim

Wanderung: bei Gerardmer