Sizilien/Kalabrien (Frühjahr 2006)

Die Karte(Anreise)

Die Karte(Rückreise)

Die lang geplante große Reise. Das erste Mal drei Wochen im Womo(tatsächlich wurden es nur 18 Tage).

1. Tag:

Nieheim – Soazza

Zunächst also, wie so oft, am ersten Tag so weit wie möglich fahren. Übernachtung im Tessin , hinter dem San Bernardino, im Ort Soazza.

2. Tag:

Soazza - Alberese

Wanderung: Lugano, Cecita

Am Lago di Lugano wurde der Vorwärtsdrang bereits gestoppt, weil wir bei dem strahlenden Wetter unbedingt eine kleine Wanderung in großartiger Landschaft machen mußten. Am Nachmittag dann noch ein kleiner Spaziergang in Lido di Cecita.

Übernachtung auf dem großen Parkplatz des Naturparks Maremma in Alberese.

3.Tag:

Alberese - Paestum

Wanderung: Castel Gandolfo

An Rom vorbei mit Zwischenstop in Castel Gandolfo und Wanderung um den See.

Übernachtung ganz in der Nähe der berühmten Tempel Paestums. Einfacher Wiesenplatz ohne jeglichen Komfort.

4.Tag:

Paestum - Diamante-Cirella

Besichtigung und Wanderung: Maratea, Scalea ,Maiera ,Grisolia ,San Nicola-Arcella

Jetzt ging es eigentlich erst richtig los. Wir erreichten Kalabrien. Von nun an bis an die Stiefelspitze fuhren wir praktisch mit wenigen Ausnahmen die gesamte Küsten straße ab.

Erste Gelegenheit, die (zu Recht) berühmten roten Zwiebeln Kalabriens zu kaufen und damit zu kochen.

Übernachtung auf einem Campingplatz in Diamante-Cirella.

5.Tag:

Diamante-Cirella - Capo Vaticano

Besichtigung: Pizzo, Tropea

Wie sich teilweise herausstellte und teilweise auch bereits aus den Reiseführern hervorging, hat Kalabrien eher wenig interessante Städte zu bieten. Mindestens eine Ausnahme besteht jedoch: Tropea.

Grandios das Capo Vaticano. Auch der dort zu erwerbende Bergamino(ein Bergamottlikör) ist nicht zu verachten. Ebenfalls ist der kleine Parkplatz als Übernachtungsort recht stimmungs voll. Er wird allerdings bis in den späten Abend von den Anliegern der Zufahrtsstraße als Wendeplatz genutzt.(Mit dem Wohnmobil nach Süd-Italien, der Westen S. 105)

6.Tag:

Capo Vaticano - Milo

Wanderung: Montalto

Jetzt wurde es aber wirklich kalabrisch. Wir fuhren in das Aspromonte-Gebirge und wanderten zum Montalto, von dem der Blick auf das tyrrhenische und das ionische Meer und auch zum Ätna ging. Unterwegs( es war Mai) mußten wir Schneewehen überwinden.

Dann kam die legendäre Abfahrt Richtung Reggio Calabria. Eine scheinbar endlose Kurverei im ersten und zweiten Gang bei zunehmender Hitze(wegen des Abstiegs vom 2000 auf praktisch 0 Meter. Als Reggio schon gut zu erkennen war, schien die Weiterfahrt durch eine Absperrung verwehrt. Ich fürchtete schon, wir müssten den ganzen Weg zurück, als uns plötzlich ein Wagen entgegenkam. Der hatte sich eine provisorische Straße heraufgequält, die unvermittelt von der eigentlichen Straße abzweigte. Geschottert, einspurig und zumindest auf den ersten 300 Metern 15% steil. Ich war skeptisch. Ging es hier wirklich weiter? Da sah ich in einiger Entfernung einen LKW, der in unsere Richtung fuhr. Als er dann etwa fünf Minuten später ebenfalls das Provisorium heraufkroch, glaubte ich an das Erreichen der Küste auf diesem Weg. Nach dem Gefälle kam dann noch eine Flußpassage(okay, wirklich nicht tief) und dann ging es auf einer wirklich hervorragend ausgebauten Straße Richtung Küste und ich wähnte uns schon glücklich auf der Fähre nach Sizilien. Leider kam da noch etwas! Wir mußten nämlich die Ausbaustrecke für etwa 2 Kilometer(die folgende Crossstrecke hat mir meine Erinnerung hinsichtlich der Dauer etwas durchgeschüttelt) verlassen und direkt neben der wunderbaren Straße auf einer Ausweichstrecke fahren, die mehr als provisorisch zu bezeichnen war. Letztlich ohne Achsenbruch und mit allen Tassen im Schrank erreichten wir dann doch Reggio und die Fähre.

Auch das Finden des Campingplatz in Milo am Ätna war auch durchaus noch ein wenig nervenaufreibend, da die italienische Art der Beschilderung als oberflächlich zu bezeichnen ist(Ich bin ein fanatischer Gegner von Navigationsgeräten, verfahren kann ich mich auch ohne Hilfe!). Die folgende Übernachtung kann auch als legendär bezeichnet werden, dazu mehr am nächsten Tag.

7.Tag:

Milo - Enna

Wanderung: Ätna

Besichtigung: Enna

Der Platz war äußerst sizilianisch, wenn nicht gar afrikanisch. Etwas ungepflegt, aber man hat ja als Wohnmobilbesitzer alles dabei. Die Tierwelt war jedoch überraschend vielfältig. Hunde(okay, das ist ja noch normal), aber auch frei laufende Ziegen und Pferde. Auf die Pferde wurden wir erst nach Einbruch der Nacht aufmerksam, als wir, im Wohnmobil sitzend, Geräusche vernahmen, die irgendwie nach Wildem Westen klangen. Am nächsten Morgen mußten wir uns und einige wenige andere Gäste den Weg zum Waschhaus auch durch die Herde bahnen.

Vormittags Wanderung am Ätna in extremer Hitze trotz 2000 Meter Meereshöhe.

Dann auf glutheißer Autobahn nach Enna. Übernachtung am Castello(Mit dem Wohnmobil nach Sizilien, S. 151).

8.Tag:

Enna - Erice

Besichtigung: Solunto, Capo Zafferano, Monreale

Es sollte ein langer Tag werden. Bei Erice zu bereits fortgeschrittener Stunde ent schlossen wir uns, den in (Mit dem Wohnmobil nach Sizilien, S. 107) empfohlenen Stellplatz anzusteuern. Leider war dieser ziemlich geschlossen. Da wir am nächsten Tag ohnehin nach Erice wollten, fuhren wir noch dorthin und übernachteten ganz akzeptabel, allerdings nicht entsprechend der Empfehlung(Mit dem Wohnmobil nach Sizilien, S. 111), dieser war ebenfalls nicht zugänglich, sondern bogen einige hundert Meter vorher entsprechend der Beschilderung nach links ab.

9.Tag:

Erice - Petrosino

Besichtigung: Trapani, Marsala

Als wir Trapani besichtigten, eine recht große Stadt, war passenderweise Sonntag. Auffällig waren einige Namen der Inhaber von Geschäften wie Sinatra und Coppola.

Übernachtung auf einem Campingplatz bei Marsala, der bis zum Abend aufgrund eines Treffens/Festes des Womo-Clubs Palermo sehr belebt war. Die Teilnehmer reisten allerdings alle noch ab.

10. Tag:

Petrosino - Torre Salsa

Besichtigung: Mazara del Vallo, Sciacca, Caltabelotta

Übernachtung auf dem wirklich empfehlenswerten Platz in Torre Salsa.(Mit dem Wohnmobil nach Sizilien, S. 82)

11. Tag:

in Torre Salsa

Ein angenehmer aber hei�er "Ruhetag" in perfekter Umgebung.

12. Tag:

Torre Salsa - Nicolosi

Besichtigung: Agrigento

Wanderung: Nicolosi

Übernachtung auf Campingplatz in Nicolosi am Ätna, Untergrund echte Vulkanasche.

13. Tag:

Nicolosi - Terme Caronte

Besichtigung: Taormina, Monte Sant' Elia

Übernachtung bei Terme di Caronte mit Schwefelgeruch(Mit dem Wohnmobil nach Süd-Italien, der Westen , S.96)

14. Tag:

Terme Caronte - Grotta del Romito

Besichtigung: Cosenza, Civita, Raganello, Morano Calabro

Ich sagte ja bereits, dass Kalabrien nur wenige attraktive Orte zu bieten hat. Auch Cosenza, die eigentlich als sehenswert beschrieben wird, hat letztlich wenig zu bieten. Man hat auch fast den Eindruck, in der dritten Welt zu sein. Verkehr und allgemeines Parken in zweiter und dritter Reihe wurde reichlich geboten(das ist im Süden allerdings nicht ungewöhnlich). Auf diese Weise werden breite Straßen zu Fahrwegen.

Stellplatz: Grotta del Romito(Mit dem Wohnmobil nach Süd-Italien, der Westen , S.67). Zufahrt fast schon abenteuerlich, aber machbar. Sehr ruhig.

15. Tag:

Grotta del Romito - Palestrina

Besichtigung: Certosa di Padula, Monte Cassino

Radfahren: zum Monte Cassino

Relativ lange Fahrt auf der nicht unbedingt gut ausgebauten Autobahn Reggio Calabria-Salerno.

Übernachtung auf dem zentrumsnahmen offiziellen Stellplatz in Palestrina(nicht Palestina)(Mit dem Wohnmobil nach Süd-Italien, der Westen , S.26).

16. Tag:

Palestrina - Montalcino

Wanderung: Frascati - Tusculum - Frascati

Besichtigung: Montepulciano

Wieder einmal Übernachtung in Montalcino(der Beschilderung folgen im Pinienwäldchen):

17. Tag:

Montalcino - Bardolino

Wanderung: Bardolino - Garda

Wanderung nach Punta San Vigilio, die 35., Einkaufen für den Winter in Affi.

Übernachtung Camping Europa in Bardolino.

18. Tag:

Bardolino - Flüelen

Besichtigung: Como

Übernachtung in Flüelen(zum Glück). In Como war das Wetter noch wunderbar. So hatte ich die Hoffnung, wir könnten über den Gotthard fahren. Eine gute Stunde später am Südportal des Gotthard schneite es! Dort gibt es einen großen Parkplatz, der zum Übernachten geeignet gewesen wäre, allerdings war es noch vor 18 Uhr und dementsprechend auf einer Überführungsfahrt zu früh. Also entschlossen wir uns, noch durch den Tunnel zu fahren und in Flüelen auf dem bewährten Parkplatz zu übernachten. Dies war eine gute Entscheidung, denn so vermieden wir es, am nächsten Morgen zum Zeitpunkt des Bergsturzes n�rdlich des Nordportals auf der Autobahn zu sein. Hierbei sind ja mehrere Autofahrer erschlagen worden!

Dagegen war es nur eine lästige Kleinigkeit, dass wir am letzten Tag eine Reifenpanne hatten.

19. Tag:

Flüelen - Nieheim