Schottland (Herbst 2009)

Die Karte(Hin- und Rückreise)

Die Karte(in Schottland)

0.Tag:

Nieheim - Moers

Start Freitag gegen 19:00. Wir schafften es noch bis in ein Wohngebiet in Moers. Aber wohin wollten wir eigentlich? Bis 17:00 kannten wir das Reiseziel noch nicht! Eigentlich war wieder einmal Kroatien geplant, aber intensive und fast nervenzermürbende Beobachtungen der Wettervorhersage ergaben im letzten Moment, dass sich über dem Mittelmeer ein kräftiges Tiefdruckgebiet bilden würde, das Kroatien intensive Regenfälle und danach Temperaturen bis an die 30 Grad grenze heran bringen würde. Gleichzeitig zeichnete sich ein ebenso schönes Hochdruckgebiet ausgerechnet über Schottland ab. Also im Herbst nach Schottland ungeachtet der allgemeinen Befürchtung, durch die berüchtigten Regenfälle in den Westhighlands in den Atlantik gespült zu werden!

Übernachtung in einem Wohngebiet in Moers am Straßenrand( Immer nach dem Prinzip: Niemals auf der Autobahn übernachten).

 

1.Tag:

Moers - Stokenchurch

Spaziergang und Besichtigung: Klippen zwischen Dover und Folkestone

Überfahrt und Einreise mit Hund von Calais nach Dover klappten verhältnismäßig problemlos mit der kleinen Einschränkung, dass einige Schrecksekunden eintraten, als das Chiplesegerät zur Überprüfung der Identität unserer Hündin nicht sofort funktionieren wollte. Ohne positives Ergebnis keine Schottlandfahrt.

Zuvor hatten wir noch eine Stopp in dem Städtchen Bergues gemacht. Einerseits um die letzte Einkaufsmöglichkeit in Frankreich zu nutzen und außerdem mussten wir unbedingt das malerische Nest sehen, das in Frankreich inzwischen zum Massenreiseziel geworden ist, weil es der Schauplatz des erfolgreichsten französischen Spielfilms aller Zeiten gewesen ist: Willkommen bei den Schtis! Eine wirklich vergnügliche Komödie, die wir vor einigen Monaten auch gesehen hatten, die aber anscheinend in Deutschland weitgehend unbeachtet geblieben ist. Es sollte nicht der einzige Platz bleiben, den wir besuchten und der als Filmkulisse bekannt geworden ist.

Übernachtung am Straßenrand in einem Nest hinter London

 

2.Tag:

Stokenchurch - Stirling

Wanderung: Am Lake Windermere

Da wir das gute Wetter in Schottland so gut wie möglich ausnutzen wollten, war nun ein großer Satz bis in den Raum Glasgow angesagt, zumal der Sonntag sich wegen weniger Verkehrs auch gut für lange Fahrten eignet. Nur ein Stopp mit Kurzwanderung im bekannten Lake District durfte natürlich nicht fehlen.

Übernachtungsplatz in Stirling am Wallace Monument, mit dem Wohnmobil nach Schottland 2. Auflage, S. 62. Ausnahmsweise hatten wir hier einem deutschen Wohnmobilnachbarn. Ansonsten waren wir beim freien Übernachten bis auf eine Ausnahme allein. Normalerweise trifft man ja viele deutsche Womo-Fahrer, aber entweder ist Schottland keine beliebtes Reiseziel oder die Jahreszeit war schon zu fortgeschritten.

3.Tag:

Stirling - Fort William

Wanderung: Am Loch Katrine

Besichtigung: Glen Coe, Glen Nevis, Ben Nevis

Endlich im Zielgebiet. Als wir zunächst die Vorräte(nicht nur Alkohol) auffrischen wollten, stellten wir fest, dass vor 10:00 noch keine Alkohol verkauft werden darf. Eine erstaunliche Regelung.

Inzwischen hatte ich festgestellt, das das Linksfahren überhaupt keine Probleme mehr machte. Anscheinend wirkte sich die Erfahrung von 2007 noch aus.

Übernachtung auf dem schönen Campingplatz in Fort William

 

4.Tag:

Fort William - Elgol/Keppoch

Wanderung: Elgol/Keppoch

Besichtigung: Loch Shiel/Glenfinnan Monument, Morar, Arisaig

Entlang der Road to the Isles nach Mallaig. Am Glenfinnan Monument befindet sich der Eisenbahnviadukt, der aus Harry Potter bekannt sein soll.(Die nächste Film"Location".) Weiter ging es zu den weissen Stränden von Morar und der Uferhäuserzeile von Arisaig, bekannt aus der köstlichen Komödie "Local Hero" mit Burt Lancaster.

Dann setzten wir mit der Fähre über den Sound of Sleat nach Skye über. Skye? Die gehört doch zu den Hebriden! Und die befinden sich doch irgendwo vor Grönland !? Soweit waren wir bereits vorgedrungen.

Wir wollten am Nachmittag noch eine lohnende Wanderung zu den Cuillin Hills machen. Leider hatten diese recht hohen Berge trotzdem einige Wolken um sich versammelt, so dass wir eine Stunde Nieselregen erlebten und die Sicht doch ein wenig eingeschränkt war.

Die Anreise machte uns aber mit einer Verkehrsbesonderheit der Gegend vertraut, die sogenannten Singletrack Roads, einspurige Straßen, die allerdings mit reichlich Ausweichstellen versehen sind. Die extrem vorausschauende und rücksichtsvolle Fahreweise der Einheimischen gestaltet das Fortkommen aber problemlos. Als Tourist ist man trotz heftigen Bemühens kaum in der Lage, einmal eher anzuhalten als die Einheimischen und dadurch zu zeigen, dass man sich einzugliedern vermag.

Übernachtung in Keppoch, mit dem Wohnmobil nach Schottland 2. Auflage, S. 87. Wirklich sehr ruhig und abgelegen. Hier hatten wir auch den einzigen Kontakt mit den berüchtigten Midges(Stechmücken). Allerdings hielt sich die Attacke in Grenzen. Das Reisen im September hat durchaus Vorteile.

 

5.Tag:

Elgol/Keppoch - Balmacara

Wanderung: Zum Old Man of Storr

Grandiose Rundfahrt auf Skye mit unverschämt schönem Wetter!

Besichtigung: Portree, Uig, Kilt Rock Waterfall; Aussicht oberhalb von Staffin

Übernachtung auf dem Campingplatz in Balmacara. Der Stellplatz 108 in mit dem Wohnmobil nach Schottland 2. Auflage, S. 104, den wir angepeilt hatten, schien uns nicht sonderlich geeignet. Er befindet sich direkt an einer recht befahrenen Hauptstrasse.

 

6.Tag:

Balmacara - Poolewe

Wanderung, Spaziergang: am Loch Maree, mit dem Wohnmobil nach Schottland 2. Auflage, S. 106 (114), oberhalb des Eilean Donan Castle

Besichtigung: Eilean Donan Castle, Inverewe Garden

Mit dem Eilean Donan Castle wurde die nächste Filmkulisse erreicht(angeblich in Rob Roy, Highlander und James Bond verwendet).

Während meine Frau Inverewe Garden besichtigte, spazierte ich mit unserer Hündin durch Poolewe, um den Ort nach einem Stellplatz abzusuchen. Der offizielle Car Park weist ein freundliches "No Overnight Parking" auf. Wir hatten die Wahl zwischen einem Parkplatz an einem Friedhof und in einem Wohngebiet. Da der am Friedhof auch direkt am Campingplatz lag, nahmen wir das Wohngebiet.

 

7.Tag:

Poolewe - Auldearn

Spaziergang, Wanderung: in der Corrieshalloch Gorge, bei Drumnadrochit

Besichtigung: Blick auf Loch Broom, Urquhart Castle am Loch Ness

Übernachtung am Straßenrand in Auldearn bei Nairn. Es war wie verhext. Wir wollten keinen Campingplatz und kurvten lange umher, bis wir endlich einen halbwegs geeigneten Platz fanden.

 

8.Tag:

Auldearn - Fetterangus

Spaziergang: Bei Cullen, Drinnie's Wood

Besichtigung: Portknockie, Cullen, Portsoy, Crovie, Pennan

In mit dem Wohnmobil nach Schottland 2. Auflage wird der Küstenabschnitt zwischen Elgin und Fraserburgh besonders hervorgehoben, während mein touristischer Reiseführer ihn weitgehend ignorierte. Er ist aber wirklich sehenswert.

In Pennan wurden ebenfalls Szenen von Local Hero gedreht, unter anderem diejenigen mit der Telefonzelle.

Übernachtung auf dem Stellplatz 202 in mit dem Wohnmobil nach Schottland 2. Auflage, S. 168. Wirklich abgelegen und ruhig.

 

9.Tag.

Fetterangus - Pitlochry

Spaziergang: bei Ballater, bei Pitlochry

Besichtigung: Breamar, Crathie, Pitlochry, Grampian Mountains, Queens View am Loch Tummel

Ein Tag mit einer Überraschung. Wir hielten in Crathie, um eventuell einen Blick auf Balmoral Castle zu werfen, dem Sommersitz der Royals. Und der Zufall wollte es, dass sie anwesend waren und vom Kirchbesuch zurückkehrten, als wir vor dem Eingang zu Balmoral standen. Ein freundlicher Polizist machte uns noch auf die Wagenkolonne aufmerksam(She is coming) und schon fuhr Queen Elisabeth uns freundlich zuwinkend in einem Abstand von 5 Metern vorbei!

Übernachtung auf einem Campingplatz in Pitlochry

 

10.Tag:

Pitlochry - Dryburgh

Besichtigung: Dunkeld, Forth Bridges, Edinburgh, Scotts View

 

Übernachtung auf dem schönen Stellplatz Wallace Statue, mit dem Wohnmobil nach Schottland 2. Auflage, S. 215

 

11.Tag:

Dryburgh - Sedgefield

Besichtigung: Kelso, Jedburgh, Hadrians Wall, Durham

Nun verließen wir zwar Schottland schon, aber bis nach Dover hatte ich noch einige Highlights "eingebaut" .

Übernachtung am Straßenrand in Sedgefield

 

12.Tag:

Sedgefield - York/Naburn

Besichtigung: Richmond, Fountains Abbey, York

Übernachtung auf Campingplatz in York/Naburn

 

13.Tag:

York/Naburn - Swaffham Bulbeck

Besichtigung: Lincoln, Cambridge

Wegen eines Defekts des Fotoapparates konnten wir keine Bilder mehr machen.

Übernachtung: Mit dem Wohnmobil nach England, 2. Auflage, S. 202. Dort wird der Platz als "sehr ruhig" bezeichnet, was angesichts seiner Lage direkt an einer recht gut befahrenen Straße nicht bestätigt werden kann.

 

14.Tag:

Swaffham Bulbeck - Zandhoven(Belgien)

Spaziergang: an den Klippen von Dover

Übernachtung: in einem Wohngebiet in Zandhoven

 

15.Tag:

Zandhoven - Nieheim