Sardinien (Herbst 2001)

Die Karte

1.Tag:

Nieheim – Sterzing

Die legendäre erste Wohnmobilreise, damals noch im gemieteten Fahrzeug. Die Ereignisse dieser Fahrt, teils negativ, aber meist positiv, führten dazu, dass ich mir nur wenige Monate später ein eigenes Reisemobil zulegen sollte. Zum Beispiel handelte ich mir mehrere Sachschäden ein, etwa dunkle Streifen verursacht durch Äste in engen Campingplatzgassen, so dass ich zweimal den Eigenbeitrag zur Vollkaskoversicherung zahlen mußte. Da ich vermutete, dass derartige Schäden auf Abenteuerfahrt im Mittelmeeraum kaum zu vermeiden sein würden und sich damit der Mietbetrag regelmäßig erheblich erhöhen würde, schien es beinahe ökonomisch, ein eigenes Womo zu haben, weil ich dann bei derartigen Bagatellschäden einfach gar nichts unternehmen würde. Und so ist es dann auch gekommen.

Übernachtung auf dem offiziellen Stellplatz in Sterzing

2.Tag:

Sterzing – Lucca

Wanderung und Besichtigung: Auf dem Stadtwall rund um Lucca

In Affi, am südlichen Gardasee, wollten wir in dem uns schon seit lamgem wohlbekannten Ipermercato, diesem Konsumtempel, der (fast) alles enthält, was man als Liebhaber der italienischen Küche dringend benötigt, mit Vorräten eindecken. Leider stellten wir fest, dass, was uns früher mit dem PKW natürlich nicht aufgefallen war, eine bei uns Wohnmobilfahrern so beliebte Höhenbegrenzung vorhanden war, und zwar 2,80 m. Das Mietmobil war offiziell 3,20 m hoch, so dass ein Durchkommen wohl nicht möglich war. Die Höhenbegrenzung war eigentlich auch völlig unsinnig, da angesichts der nicht gerade einladenden Lage wohl kaum jemand auf die Idee kommen würde, hier zu übernachten. Es standen aber ganz offensichtlich ähnlich hohe Womos auf dem Parkplatz. Die mußten doch irgendwie dahingekommen sein. Wie sich viel später heraustellte, gab es einen alternativen Zugang ohne Höhenbeschränkung, was diese allerdings noch weniger verständlich machte. Das wußten wir aber nicht und wir hatten den Eindruck, dass es doch reichen könnte. Also fuhren wir so langsam wie möglich unter ständiger Kontrolle des Abstandes zwischen dach und Barriere hindurch. Es klappte! Beim Hinausfahren waren wir nicht nehr so vorsichtig, was sich auch sofort rächte. Hier waren es anscheinend einige Zentimeter weniger, was dazu führte, das Dachfenster beschädigt wurde.

Übernachtung auf dem offiziellen und ausgeschildertem Stellplatz in der Nähe des Zentrums von Lucca

3. Tag:

Lucca - Bonfacio

Wir wollten die Fährüberfahrt so kurz wie möglich halten, so dass sich die Fahrt über Korsika als Brücke anbot. Deswegen also die Strecke Livorno-Bastia.

Übernachtung auf einem Campingplatz nördlich von Bonfacio

4. Tag:

Bonifacio - Olbia

Besichtigung: Porto Cervo, Costa Smeralda

Die kurze Überfahrt von Bonifacio nach Santa Teresa di Gallura begann damit, dass ich das mir noch recht unbekannte Fahrzeug rückwärts auf die Fähre fahren sollte. Als ich dem Einweiser wohl nicht beherzt genug losfuhr, griff er durch das geöffnete Fenster und lenkte einfach mit!

Übernachtung auf einem Campingplatz südlich von Olbia. Unsere Platznachbarn hatten nur ihr kleines Fünftürauto dabei, nichteinmal ein Zelt. Sie räumten jeden Abend ihr Gepäck auf die Sitzbänke und schliefen im Kofferraum! Morgens dann das Ganze retour.

5. Tag:

Olbia - Cala Gonone

Besichtigung: Orosei, Grotta di Bue Marino

Die Zufahrt nach Cala Gonone führt durch einen gemäß Ausschilderung nur 3 Meter hohen Tunnel, der aber deutlich höher ist(Keine Garantie!). Wir passierten ihn im Gegensatz zur Einfahrt Grand'Affis ohne Dachschaden.

Übernachtung auf dem Campingplatz in Cala Gonone

6. Tag:

Cala Gonone-Alghero

Besichtigung: Bosa

Übernachtung auf einem Campingplatz in Alghero

7. Tag:

Alghero - Marina di Sorso

Besichtigung: Grotta di Nettuno, Porto Torres

Übernachtung auf einem Campingplatz in Marina di Sorso

8. Tag:

Marina di Sorso - Alghero

Besichtigung: Monte d'Accodi, Sassari, S. S. Trinita' di Saccargia, Nuraghe Santu Antine

Übernachtung mangels großer Auswahl nochmals auf dem Campingplatz in Alghero

9. Tag:

Alghero - Isola dei Gabbiani

Besichtigung: Tempio Pausania

Übernachtung auf dem Campingplatz Isola dei Gabbiani, einem wirklich aussergewöhnliche Platz. Er bedeckt die gesamte Insel, die etwa 1 Km Durchmesser hat und noch teilweise mit Macchia bedeckt ist, was dazu führt, dass man mit etwas Glück eine recht private Stellmöglichkeit in einer "Macchiagarage" findet. Bereits die Zufahrt ist exotisch, sie besteht aus einem etwa 100 Meter langen und 10 Meter breiten Damm aus festgefahrenem Sand, wobei sich auf beiden Seiten das Strandleben abspielt. Aus unserer Sicht war die schönste Seite des Platzes die dem offenen Meer zugewandte Seite der Insel, eine kleine Halbinsel mit einigen wenigen Stellplätzen, die nach drei Seiten die Sicht auf das nur wenige Meter entfernte Meer ermöglichten.

10. Tag:

Isola dei Gabbiani

Besichtigung: Santa Teresa di Gallura

11. Tag:

Isola dei Gabbiani

Besichtigung: Castelsardo, Elefantenfelsen

12. Tag:

Isola dei Gabbiani - Bastia

Das Einschiffen auf die Fähre in Santa Teresa di Gallura hatte seine ganz besonderen mediterranen Reiz. Als wir auf dem Kai ankamen, wurde uns vom Personal die Fahrkarte abgenommen und man dirgierte uns an den Rand des Platzes. Offensichtlich war der Andrang so groß, dass der Platz auf der Fähre möglicherweise nicht für alle Aspiranten ausreichen würde und es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, die auch der zuständige Chef der Verladung offensichtlich nicht eindämmen konnte. Ich befürchtete zunächst, dass man uns vergessen könnte, aber die Operette auf dem Kai war so amüsant, dass ich diese Sorge ganz vergass. Eine Gruppe Oldtimerfahrer angeführt von einer Art Primadonna, die anscheinend die Hauptrolle in der Operette übernehmen wollte, versuchte mit allen Fahrzeugen auf die Fähre zu kommen. Ein Fahrer, der einen Anh�änger mitführte, schien zu befürchten, den Transport von Zugfahrzeug und Anhänger in zwei Etappen durchführen zu müssen, was ihn zu heftigen Attacken auf den Generalfeldmarschall auf der Verladerampe veranlaßte. Letztlich waren alle verstaut. Der Anhänger wurde mit Muskelkraft quergestellt, dann konnte auch das Tor geschlossen werden.

�Übernachtung auf einem Campingplatz in Bastia

13. Tag:

Bastia - Bardolino

Übernachtung auf dem fast unvermeidlichen Campingplatz Europa in Bardolino

14. Tag:

Bardolino - Nieheim