Ligurien/Piemonte (Herbst 2007)

Die Karte

1. Tag:

Nieheim - Niederaula

Eigentlich gar kein Reisetag, aber weil wir am nächsten Tag gegen Mittag sicher im Raum Augsburg sein wollten, war es angebracht, bereits am Freitag, dem letzten Arbeitstag, ein Stück des Weges zurückzulegen. Kaum zu glauben, dass wir tatsächlich noch vor 20 Uhr reisebereit waren. In den letzten Jahren hatten wir oft Probleme, am Samstag Vormittag mit allem fertig zu sein. Wegen der vielen Reiseutensilien für 2 Personen, Fahrrad, Fahrradausrüstung, Hund, Küchenausrüstung usw. dauert das Packen merkwürdigerweise immer länger, als man eigentlich annimmt! Auch der zurückbleibende Haushalt, obwohl ja praktisch nicht mehr existent, weil sich alles im mobilen Heim befindet, muss ja noch in halbwegs aufgeräumten Zustand hinterlassen werden.

Übernachtung: Großer Parkplatz inmitten des Dorfes Niederaula

2. Tag:

Niederaula - Churwalden

Shoppen und Wanderung: Baar (Schwaben)

Einreise über Bregenz in die Schweiz, in der Hoffnung, in Chur spontan einen akzeptablen Platz für eine Kurzübernachtung zu finden, was sich jedoch als Illusion erwies.

Übernachtung: Letztlich landeten wir zu fortgeschrittener Stunde in Churwalden auf einem riesigen und leeren Parkplatz eines Unternehmens in der Annahme, dass in der Nacht von Samstag auf Sonntag niemand Einwände gegen diese Inanspruchnahme privaten Parkraumes nehmen würde(was auch so war).

3. Tag

Churwalden - Orta San Giulio

Besichtigung: St. Moritz, Morteratsch, Berninagruppe, Soglio

Wanderung: St. Moritz, Soglio

Radfahren: Julierpass

Übernachtung: Stellplatz in Orta San Giulio, Mit dem Wohnmobil nach Piemonte und Ligurien S. 39

4.Tag:

Orta San Giulio - Lago di Viverone

Wanderung: Strada Panoramica di Zegna

Besichtigung: Orta San Giulio, Andrate

Montag Morgen in Italien und endlich nach über einem Jahr wieder die Möglichkeit, sich mit den wunderbaren italienischen Lebensmitteln und Kochzutaten zu versorgen. Zum Mittag sollte es Brötchen mit Mortadella(ganz anders im Geschmack als die in Deutschland erhältliche gleichen Namens, ansonsten aber nicht verwandt oder verschwägerte Wurst), Salami und irgendeinen hochexplosiv riechenden Käse sowie Maronenmarmelade geben. Leider schlug dieser Plan fehl: Sämtliche Supermärkte hatten bis zum Nachmittag geschlossen.

Übernachtung: Campingplatz am Lago di Viverone

5.Tag:

Lago di Viverone - Cavour

Besichtigung und Wanderung: Sacra di San Michele, Avigliana

Auf der Anfahrt zum piemontesischen Mont St. Michel sah ich ein Wanderschild mit der Aufschrift: Via Sacra. Das mußte doch der richtige Wanderweg zur Abtei sein. Also los! Weitgehend war der Weg auch gut ausgeschildert. Die üblichen mediterranen Ungereimtheiten hielten sich in Grenzen. Nach etwa einer Stunde endete der Weg allerdings unvermittelt. Wir schlichen noch ein wenig an mehreren Ruinen vorbei durchs Unterholz bis zu einer Lichtung, als uns der Mut verließ und wir fluchend den Rückzug antraten. Nachdem wir zumindest den Rückweg wiedergefunden hatten, stießen wir bald auf die Abzweigung, die wir auf dem Hinweg verfehlt hatten. Wir hätten an dieser Stelle praktisch eine 180-Grad-Wendung machen müssen und dieser Umstand ging nur aus einer Markierung hervor, die bereits einige Schritte hinter der Abzweigung angebracht war! Mit neuem Mut schlugen wir nun den wohl richtigen Weg ein, um nach etwa 45 Minuten auf eine Lichtung zu gelangen, die mir irgendwie bekannt vorkam! Es war die Lichtung, auf der wir bereits gewesen waren und über die, von unserem damaligen Standpunkt nicht einsehbar, der Pfad verlief. Wären wir zuvor nur 20 Meter weitergegangen, dann wären wir auf ihn gestoßen! Die restliche Strecke hielt dann auch noch einige Rätsel hinsichtlich der Orientierung parat, die unseren Vorwärtsdrang jedoch nicht mehr wirklich beeinträchtigen konnten. Die letzten 4 Kilometer verliefen auf der Straße, die allerdings eine auffällige Beschilderung aufwies. Etwa alle 500 Meter wurde darauf hingewiesen, dass die Breite nur 2 Meter betrug, obwohl die Straße durchgängig bis hinunter in den Ort locker 4 Meter breit war! In Gegenrichtung waren keine derartigen Schilder angebracht.

Übernachtung: Cavour, Mit dem Wohnmobil nach Piemonte und Ligurien S. 135. Angenehmer und empfehlenswerter Platz.

6.Tag:

Cavour - Elva

Besichtigung: Dronero, Elva

Wanderung: Acceglio

Zunächst recht lange und kurvenreiche Fahrt durch das Valle Maira nach Acceglio. Nachmittags wollten wir die in dem Wohnmobilreiseführer so angepriesene Strecke nach Elva fahren und zwar auch deswegen, weil unsere Hündin ebenfalls diesen Namen trägt(hatte sie schon, als wir sie im Tierheim abholten). Leider war diese Straße gesperrt, so dass wir die längere Strecke von Stroppo aus wählten. Die hat es aber durchaus in sich! 13 Kilometer bergauf, wobei der größte Teil einspurig ist. Einige Kehren, die zurücksetzen erforderten. Dann hat man aber wegen der Steigung Probleme, aus dem Stand in den zweiten Gang zu kommen. Auch ist der Abhang auf der Talseite nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Kurze Zeit verläuft die Trasse auf einem Grat, von dem es auf beiden Seiten beträchtlich abfällt.

Die Nacht war dafür extrem ruhig auf dem Stellplatz: Mit dem Wohnmobil nach Piemonte und Ligurien S. 148

7.Tag:

Elva - Sospel

Besichtigung: Sospel

Radfahren: Col de Brouis

Wanderung: Colle di Tenda

Wegen der Nähe zu Frankreich mußte natürlich auch die Möglichkeit genutzt werden, dort Lebensmittel zu besorgen, die hier nicht oder nur schwierig zu erweben sind, wie zB. Cantalkäse. Auch sonst sind wir einem Abstecher in die Provence nie abgeneigt. Also durch den Tunnel von Tenda ins Royatal. Die ehemalige Passstraße des Tenda, die auf der Südseite eine unglaubliche Serpentinenkaskade hat, eignet sich sehr gut als Wanderstrecke, da mit LKW- und PKW-Verkehr wegen des sehr schlechten Straßenbelages kaum gerechnet zu werden braucht.

Danach Mittagspause am Stellplatz: Mit dem Wohlmobil in die Provence, der Osten S. 92(Bain du Semite), von dem ein kleiner Spaziergang von einer Minute zur Sicht auf Saorge führt, wie auf der Seite 93 abgebildet.

Übernachtung auf dem Campingplatz in Sospel(S. 90).

8.Tag:

Sospel - Dolceaqua

Besichtigung: Peille, St. Agnes, Bordighera

Radfahren: Col de Braus

Zunächst nahm ich die Gelegenheit war, den schönen Col de Braus mit dem Fahrrad zu fahren. Dann fuhren wir über Peille nach St. Agnes. Auch dies wieder eine Straße mit grandioser Aussicht, aber man hat auch die Hoffnung, dass möglichst wenig Gegenverkehr vorhanden ist.

Übernachtung auf dem ganz akzeptablen Parkplatz des Rathauses von Dolceaqua(weniger laut, als die nahe Hauptstraße erwarten ließ). Der in Mit dem Wohnmobil nach Piemonte und Ligurien S. 161 empfohlene Platz dürfte nach unseren Erfahrungen selten genügend Platz für ein Wohnmobil bieten.

9.Tag:

Dolceaqua - Diano Marina

Besichtigung: Pigna, Dolceaqua, Apricale, Taggia

Hinsichtlich Apricale ist Besichtigung nicht der richtige Ausdruck, da wir nur einmal daran vorbei- und wieder zurückgefahren sind. Aber das allein bietet schon einen sehr guten Blick auf die außergewöhnliche Lage. Einen Parkplatz konnten wir nicht finden. Wer als Wohnmobilfahrer unbedingt zu Fuß hineingehen will, kann ganz gut von Isolabona gehen(etwa 2 Kilometer).

Die Übernachtung war eigentlich in Badalucco: Mit dem Wohnmobil nach Piemonte und Ligurien S. 169 vorgesehen, die Parkplatzsituation war jedoch noch problematischer als in Dolceaqua. Wir entschlossen uns, trotz des Umstandes, dass Samstag war, den Platz: Mit dem Wohnmobil nach Piemonte und Ligurien S. 174 in Diano Marina anzusteuern, weil dieser lt. des Reiseführers 300 Plätze hatte, so dass ich die Hoffnung hatte, dass wir trotz der Wochenendausflügler einen Platz bekommen würden. Das war dann auch der Fall, aber wohl nur deswegen, weil tatsächlich etwa 500 Plätze vorhanden waren. Wahrlich eine Wohnmobilstadt! 5 Entsorgungsstationen.

10. Tag:

in Diano Marina

Wanderung: Cervo, Colle di Cervo

11. Tag:

Diano Marina - La Morra

Besichtigung: Mondovi, Santuario di Vicoforte, Cherasco

Wanderung: Santuario di Vicoforte - Mondovi - Santuario di Vicoforte

Übernachtung in La Morra, Mit dem Wohnmobil nach Piemonte und Ligurien S. 128, inzwischen auch Toilette vorhanden, die im Buch erwähnte zweite Etage ist fertiggestellt.

12. Tag:

La Morra - Barolo

Besichtigung: Alba

Wanderung: Bardolo-Monforte-Novello-Barolo

Wir verlegten unseren Übernachtungsplatz nach Barolo, weil dieser wirklich sehr schön ist. Man kann mit dem Autoren des Buches hoffen, dass nicht bald ein Womo-Verbot angeordnet wird.

Auch die auf Seite 126 erwähnte Wanderung ist zu Recht hervorgehoben.

Übernachtung: Barolo , Mit dem Wohnmobil nach Piemonte und Ligurien S. 123

13. Tag:

Barolo - Turin

Wanderung: Perno - Serralunga d'Alba -Perno

Besichtigung: Saluzzo

Im Womoführer ist beschrieben, dass die berühmte Sicht von Saluzzo auf den Monviso meist durch Dunst verhindert wird. Wir erwischten jedoch einen außergewöhnlichen Tag. Nicht nur konnte der Monviso von Saluzzo erkannt werden, sondern morgens sogar von den Langhe. Selbst das Matterhorn, den Monte Rosa und den Gran Paradiso konnten wir sehen!

Übernachtung auf dem Campingplatz in Turin. Teuer, unsauber und eng.

14. Tag:

Turin - Verbania

Besichtigung: Superga, Sacromonte di Varallo

Turin selbst haben wir nicht besichtigt, weil wir vor einigen Jahren bereits ausgiebig in der Stadt waren.

Übernachtung auf dem offiziellen Platz in Verbania(Intra), Mit dem Wohnmobil nach Piemonte und Ligurien S. 32. Der Platz machte einen besseren Eindruck als im Buch beschrieben. Der Alternativplatz ist inzwischen für von Juni bis September für Wohnmobile verboten.

15. Tag:

Verbania - Heidelberg

Radfahren: St. Gotthardt-Pass

Besichtigung: Luzern

Endlich war es soweit. Mehrfach hatte ich wegen schlechten Wetters den Gotthardt nicht mit dem Fahrrad fahren können. Aber an diesem Tag herrschte Kaiserwetter(5 Tage später war der Pass wegen Schneefalls gesperrt).

Übernachtung an einem Sportplatz in einem Vorort Heidelbergs.