Katalonien (Frühjahr 2007)

Die Karte

Die Abreise fand bereits Mitte März statt und das Ziel war eigentlich Zentralspanien. Wegen schlechten Wetters dort (Schnee, Temperaturen um den Nullpunkt) definierten wir kurzerhand Katalonien als Wunschziel.

1. Tag:

Nieheim – Ottmarsheim

Anreisetag mit Übernachtung auf dem von den Womo-Reiseführern aus der Serie „mit dem Womo nach“ propagierten Standplatz in Ottmarsheim im Elsass. Bereits mehrfach mit Zufriedenheit genutzt, stellte sich die Nacht als nicht so erfreulich heraus. Am späten Abend wurde das Womo mit einer Taschenlampe ausgeleuchtet, wohl in der Absicht herauszufinden, ob leichte Beute gemacht werden könnte. Unsere mit Stahlkrallen verbarrikadierten Führerhaustüren und die offensichtliche Anwesenheit eines Hundes schienen jedoch abschreckend gewirkt zu haben, denn es erfolgte kein Einbruchsversuch. Hinweisschilder auf dem Parkplatz warnen auch vor möglichen Diebstählen. Deswegen scheint uns eine freie Übernachtung in einem anderen kleinen Ort im Elsass angebrachter. Der Platz ist einfach zu bekannt.

2. Tag:

Ottmarsheim - St. Gilles

Besichtigung: Lyon

Fahrt auf der gebührenpflichtigen Autobahn bis Besancon(es gibt wohl keine akzeptable Alternative). Ab Besancon die wohl hinreichend bekannte Autobahnvermeidung über Poligny-Lons-Bourg-en-Bresse nach Lyon. Man kommt, zumindest am Sonntag, gut voran.

Da, wie soeben erwähnt,Sonntag war, riskierten wir es, nach Lyon hinein zu fahren. Die Besichtigung war durchaus lohnenswert, der Verkehr erträglich.

Dann noch ein weiter Rutsch bis in die Camargue. Stellplatz in St. Gilles. Durchaus empfehlenswert(Mit dem Womo in die Provence, der Westen S. 173).

3. Tag

St. Gilles - Argeles sur Mer

Besichtigung: Narbonne, Perpignan

Als wir uns erst gegen 17 Uhr nach dem Besuch von Perpignan auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit machten, glaubten wir,dem Campingführer vertrauen zu dürfen und einen offenen Campingplatz zu finden. Das war jedoch nicht der Fall.

Nachdem wir das Unterfangen endlich aufgegeben hatten, kam uns der Zufall zu Hilfe und wir fanden einen ruhigen Parkplatz mitten in  Argeles-sur-Mer und in einem Wohngebiet, ohne jedoch den Einheimischen zu sehr auf die Pelle rücken zu müssen.

4.Tag:

Argeles sur Mer - Colera

Besichtigung: Cadaques, Roses, Empuries

Wenn wir am Abend zuvor noch einige Kilometer weiter gefahren wären, wären wir auf einen schönen offiziellen Womo-Stellpatz mit Wandermöglichkeit und Ver-und Entsorgung gestoßen. (Zwischen Collioure und Port-Vendres). So konnten wir zumindest die Toilette leeren.

In Colera(nicht verwandt oder verschwägert mit der gleichnamigen Krankheit) stießen wir auf einen Campingplatz. Da inzwischen eine Komplettent- und versorgung einschließlich Strom für den Fön nötig waren, wäre ein offener Campingplatz ganz nett gewesen. Mit genialem Spanisch versicherte ich mich dieses Umstandes, so dass wir nach einer Rundreise über die oben genannten Ort am Abend nach Colera zurückkehrten und auf spannende Versuche, einen auf der eigentlichen Strecke liegenden Campingplatz zu finden, verzichteten.

5.Tag:

Colera - Banyoles

Besichtigung: Besalu, Castelfollit, Garrotxa

Netter Tag, ohne besondere Vorkommnisse. Stellplatz am Ortsrand von Banyoles in See- und Häusernähe(mit dem Womo nach Ostspanien, S. 153). Toilette trotz intensiver Suche nicht gefunden.

6.Tag:

Banyoles - Palafrugell

Besichtigung: Girona, Pals, Begur, Calella de Palafrugell

Freier Stellplatz in Calella de Palafrugell, hinter der Polizeistation.

7.Tag:

Palafrugell - Blanes

Besichtigung: S'Agaro', Tossa de Mar

Da ich keinerlei Motivation verspürte, mit dem Wohnmobil nach Barcelona zu fahren, suchten wir uns einen Campingplatz in Blanes. Der Ort ist durch eine Bahn mit Barcelona verbunden. Die Fahrt dauert eine gute Stunde. Durch die zweisprachigen !! Ansagen der Haltestellen kommt man auch akustisch in Kontakt mit katalonisch.(Katalonien ist halt nur locker mit Spanien verbunden)

8.Tag:

Barcelona

Die Stadt ist ja auch ganz interessant. Wichtiger waren die kulinarischen Erlebnisse. Da die eigene Küche weit weg war, stärkten wir uns morgens mit etwas typisch Spanischem, allerdings nicht unbedingt international Bekanntem: Churros con chocolate, einem Schmalzgebäck, das in halbwegs flüssige Schokolade(kein Kakao) getunkt wird. Interessant, aber recht hüftgoldfördernd.

Mittags mussten es dann natürlich Tapas sein.

9.Tag:

Blanes - Palavas

Besichtigung: Hostalric, Beziers, Cathedral de la Maguelonne

Man fragt sich natürlich, wieso bei einer zweiwöchigen Reise nach Spanien die Rückfahrt bereits nach einer Woche angetreten wird. Das hat mehrere Gründe:

  1. Das Wetter: In Katalonien sollte es regnerisch werden, in der Provence war Sonnenschein zu erwarten.
  2. Wir meinten, genug vom Katalonien gesehen zu haben.
  3. Wir sind doch so gern in der Provence(da sind wir allerdings nicht die einzigen).
  4. Die Provence liegt doch sowieso auf dem Rückweg.

Offizieller Stellplatz in Palavas-le-Flot, der keine Wünsche übrig ließ. Ver-und Entsorgung, warme Dusche.

10. Tag:

Palavas – Gordes

Wanderung: Alpilles

Besichtigung: St. Remy, Gordes

Stellplatz:  Gordes, (Mit dem Womo in die Provence, der Westen S. 74).

11. Tag:

Gordes - Apt

Wandern: Senanque, Gorges de Oppedette

Besichtigung: Apt

Stellplatz: Campingplatz in Apt.

12. Tag:

Apt - Fontaine de Vaucluse

Wanderung: von Apt nach Saignon(und zurück), Isle sur la Sorgue

Besichtigung: Isle sur la Sorgue

Stellplatz in Saignon, (Mit dem Womo in die Provence, der Westen S. 92) nicht mehr zugänglich.

Der Platz an der Fontaine de Vaucluse((Mit dem Womo in die Provence, der Westen S. 65) war jedoch sehr angenehm.

13. Tag:

Fontaine de Vaucluse - Lyon/St. Andre de Corcy

Wanderung: Fontaine de Vaucluse, Ardeche

Übernachtung: Behelfsmäßig auf öffentlichen Parkplatz in St. Andre de Corcy(nördlich von Lyon).

14. Tag:

Lyon/St. Andre de Corcy - Baden-Baden(Poligny , Colmar)

Besichtigung: Poligny, Colmar

Stellplatz: Offizieller Platz in Baden-Baden

15. Tag:

Baden-Baden - Nieheim